Ratgeber HTPC – Die richtige Hardware

Heute sehen wir uns einmal an, welche Hardware für einen HTPC nutzbar ist, wie viel es kostet, und welche Hardware besonders gut ist. Je nach Einsatzgebiet kann ein HTPC aus beliebiger Hardware bestehen. Entweder kann alte Hardware, die sonst keine Verwendung mehr findet, genutzt werden, oder, es wird neue Hardware angeschafft. Dabei sollte einiges beachtet werden:

Linux Hardware

Ausgehend davon, dass Linux verwendet wird (so, wie es später noch erklärt wird), sollte man einen Bogen um bestimmte Hardware machen.

TV-Karten

Das Gebiet ist leider sehr unterschiedlich für verschiedene Systeme, daher lohnt es sich, vorab zu googeln. Einige TV-Karten funktionieren gar nicht unter Linux, einige nur eingeschränkt. In der Regel gibt es – sollte Hardware nicht unter Linux funktionieren – mindestens eine Beschwerde dazu in bekannten Foren. Manchmal sogar mit Anleitung, wie dies zu beheben ist. Sucht eine TV-Karte aus, die ins Budget passt, und googelt nach der Kompatiblität.

Grafikkarte

Die beste Lösung ist (und bleibt es wohl vorerst auch): nVIDIA
Mit ATi/AMD GPUs gehen oft Treiberprobleme einher, Hardwarebeschleunigung ist manchmal nicht nutzbar. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft im Notfall eine kleine Nvidia Grafikkarte. Damit klappen i.d.R. 24p, Deinterlacing, Hardwarebeschleunigung…
Ich selbst habe eine AMD-GPU (Fusion APU), womit ich leider einige Probleme unter Linux habe. Die APU ist zum Glück stark genug, um 1080p auch ohne GPU-Beschleunigung abzuspielen.

AMD A8-3870k

Bild: Kleinere GPU-Fehler, dafür umso mehr CPU-Power: AMD A8-3870K

Sonstiges

Mainboards, CPU/APU, RAM und dergleichen können beliebig gewählt werden. Bei modernen Boards kommt es nur selten zu Kompatiblitätsproblemen.

Empfohlene Systeme

Trotzdem mag es schwer erscheinen, die richtige Hardware zu wählen. Daher habe ich 3 Systeme zusammengestellt, die so problemlos gekauft werden könnten. Gehäuse und RAM sind natürlich beliebig austauschbar:

System 1: Low-Budget HTPC (300€)

  • Intel Pentium G645, 2x 2.90GHz
  • EVGA GeForce GT 620
  • Hitachi Deskstar 5K3000 2000GB
  • G.Skill DIMM 4GB PC3-10667U
  • Gigabyte GA-H61M-S1
  • Cooler Master Elite 361
  • Cougar A300 300W

System 2: Mini-ITX HTPC mittleres Budget (600€)

  • Intel Core i5-3330, 4x 3.00GHz
  • MSI N650-1GD5/OCV1, GeForce GTX 650
  • Western Digital Caviar Green 2000GB
  • Samsung SSD 830 Series 64GB
  • G.Skill DIMM 4GB PC3-10667U
  • ASUS P8H77-I
  • Lian Li PC-Q07B
  • Thermaltake Smart 430W

System 3: HighEnd HTPC (750€)

  • Western Digital Caviar Green 2000GB
  • Samsung SSD 840 Pro Series 128GB
  • Intel Core i5-3550, 4x 3.30GHz
  • Corsair XMS3 DIMM Kit 8GB PC3-12800U
  • Gainward GeForce GTX 650 Ti
  • Gigabyte GA-H77M-D3H
  • SilverStone Grandia GD05B
  • Corsair Builder Series CX500 80PLUS Bronze 500W

Zu allen Systemen können natürlich noch zusätzlich optische Laufwerke, CPU-Kühler, TV-Karten (Je nach Mainboard muss eine USB-TV Karte gewählt warden), und weiteres Zubehör hinzugefügt werden. Gerade im Wohnzimmer sollte der PC keinen Krach machen, und lieber leise Lüfter verwendet werden.

Die zusammengestellten Systeme wurden nicht getestet, sollten aber alle in der Lage sein, 1080p H.264 Material ruckelfrei abzuspielen. Bei Fragen und Anregungen bitte wie immer die Kommentare nutzen.

Der nächste Artikel sollte eigentlich behandeln, wie XBMC 12 + minimal Ubuntu auf einem HTPC installiert wird. Da die XBMC 12 „Frodo“ final Version für den 18.12.2012 geplant ist, wird dieser Artikel wohl erst nach Weihnachten erscheinen. Als Lückenfüller werde ich einen Artikel über meinen eigenen HTPC schreiben und einige Features von XBMC hervorheben. Die XBMC-Installation wird in mehrere Parts geteilt, daher kann ich auch vor Weihnachten schon zeigen, wie Ubuntu 12.04 Minimal installiert wird.
MfG
Damon Dransfeld

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in HTPC
Bookmarken: Permanent-Link Schreibe einen Kommentar oder hinterlasse einen Trackback: Trackback-URL.
Achtung: Wordpress interpretiert bestimmte Zeichenfolgen als Markup und verändert diese. Nutzt für Programmcode lieber Gist oder PasteBin-Services und verlinkt die Code-Schnipsel.

Post a Comment

Sie müssen angemeldet sein, um kommentieren zu können.