ITS Tagebuch – Tag 2 – BackTrack 5 R2 Installieren

Heute widmen wir uns der Vorbereitungen für unsere Pläne. Wir nutzen BackTrack Linux für unser
Vorhaben, da hier schon viele wichtige Tools integriert sind. Jedoch will ich nochmals betonen:
Es kann unter Umständen schon illegal sein, diese Software zu besitzen. Jedoch nur, sofern man
„böswillige“ Sachen damit tun will. Das betrifft uns also nicht.
Ich erkläre heute, wie man BT5 auf seinem PC installiert und ein paar grundlegende
Sachen einrichtet. Ich gehe davon aus, dass ihr einen PC mit Windows(XP/7) habt, und das System
parallel nutzen wollt.
Ich rate außerdem dazu, BT5R2 wirklich auf der physischen Festplatte zu installieren, und nicht nur
in einer virtuellen Maschine laufen zu lassen, da es eventuell zu Treiberproblemen kommen kann.
(Besonders bei aircrack-ng, hier wäre eine spezielle Konfiguration, und nur USB WLAN-Karten
können in einer VM mit aircrack-ng genutzt werden)

Zuerst brauchen wir natürlich BackTrack selbst. Ich installiere immer von einem USB Stick aus auf die
Festplatte, das ist am bequemsten, daher rate ich euch auch, den Universal NetBoot Installer herunter
zu laden. Die Downloads findet ihr hier:
BackTrack Download auf backtrack-linux.org
UNetBootIn Download auf SourceForge.net
Ist beides fertig heruntergeladen, stöpseln wir den USB-Stick ein und formatieren ihn mit fat32.
Danach wird unetbootin gestartet, wir geben den Pfad zur ISO unter „ISO Abbild“ an und wählen das
Ziellaufwerk richtig aus. Start, warten. Das Kopieren dürfte ca. 15Minuten Dauern, je nach System.
Ist alles fertig, können wir neu starten und im BIOS/UEFI auswählen, dass wir vom Stick booten
wollen. Als erstes erscheint das Bootmenü, hier wählen wir den ersten Eintrag „boot to text mode


Der Kernel wird geladen, etc. pp. Irgendwann sind wir in der shell und können Kommandos ausführen.
Mit „startx“ wird die grafische Oberfläche gestartet, wir sind auf dem Desktop. (Die Warnung dass ein
Soundgerät nicht gefunden wurde drücken wir mit OK weg). Auf dem Desktop starten wir einfach die
Install Backtrack“ Verknüpfung und folgen dem Installationsmanager. Normalerweise muss man nur
Sprache und Partition(en) wählen, alles andere ist korrekt eingestellt.

Wir wollen Windows erhalten durch „DualBoot“, daher wählen wir im Partitionsmenü „manuell“ und
legen entsprechend eine neue Partition an. Diese muss mindestens 11,6GB haben, ich wähle
meistens 15GB. (Auf den Bildern ist die Partition kleiner, weil ich eine VM für Screenshots benutzt habe)
Optional kann man auch noch 2-4GB SWAP Speicher partitionieren. Wichtig ist aber
nur, dass die Hauptpartition für BT groß genug ist, der Einhängepunkt in „/“ und ext4(3/2) formatiert ist.

Es folgt eine Zusammenfassung und die eigentliche Installation auf die HDD.
Will man den Windows-Bootloader und GRUB nicht auf dieselbe Festplatte schreiben, sollte man das
In der Zusammenfassung unter Erweitert ändern, normalerweise kann man jedoch einfach fortfahren.
So wird GRUB als primärer Bootloader verwendet, in GRUB kann man dann den Windows Bootloader
laden.

Nachdem die Installation abgeschlossen ist, können wir den PC neu starten, und booten schon
automatisch in BT5 hinein. Wir booten zunächst nur im Text-modus, nachdem wir uns mit den Login-
Daten „root“ und „toor“ als Passwort eingeloggt haben, können wir wieder startx ausführen, um das
GUI zu laden. Viele Tools in BT5 haben zwar gar kein GUI, jedoch ist es mit Fenstermanager (KDE)
einfacher mehrere Sachen parallel auszuführen. Daher lasse ich startx automatisch nach dem Login
ausführen, indem ich die ~/.bash_profile bearbeite:

echo startx > ~/.bash_profile

Wird der Benutzer root das nächste Mal eingeloggt, wird automatisch das GUI geladen. Beim Login
stellen wir noch fest, dass „toor“ als Passwort etwas ungeeignet ist, wir ändern das Passwort mit

passwd

Außerdem habe ich immer gerne einen richtigen Grafiktreiber drauf, in meinem Fall (AMD) geht das so:

apt-get install -y debhelper execstack linux-headers-3.2.6
cd ~; mkdir Download; cd Download
wget http://www2.ati.com/drivers/linux/amd-driver-installer-12-3-x86.x86_64.run
chmod a+x amd-driver-installer-12-3-x86.x86_64.run
./amd-driver-installer-12-3-x86.x86_64.run --buildpkg Ubuntu/lucid
sudo dpkg -i fglrx*.deb
aticonfig --initial -f
aticonfig --input=/etc/X11/xorg.conf --tls=1

Für nvidia Grafikkarten so:

apt-get install -y libvdpau-dev libvdpau1 nvidia-current nvidia-common nvidia-settings

Außerdem sind für uns die Netzwerkkarten wichtig. Ich gehe davon aus, dass ihr eine LAN-Karte habt
(eth0) und eine WLAN-Karte (wlan0, bei USB-Dongles auch rausb0). Wie diese konfiguriert sind,
sehen wir mit ifconfig (WLAN-Details mit iwconfig). Will man eine statische IP haben:

nano /etc/network/interfaces
iface eth0 inet static
address IP_DER_NETZWERKKARTE
netmask 255.255.255.0 (normalerweise)
gateway IP_DES_GATEWAYS
dns-nameservers IP_DES_NAMESERVERS
STRG+O [ENTER] STRG+X #(Speichern + Schließen)

Die Änderungen werden nach einem Reboot wirksam.
Fehlende Treiber für Sound, WLAN, USB3.0 müsst ihr googeln, da gibt es leider keine
„Masterlösung“. So weit haben wir alles fertig, ihr habt jetzt BT5R2 mit GUI, eigenem Passwort,
richtiger Netzwerkeinstellung (am WLAN Interface solltet ihr vorerst keine Änderungen vornehmen)
und Grafiktreiber (später evtl. noch wichtig).
Ready to Rock, in ein paar Stunden werde ich bereits das Tutorial zum WEP knacken online stellen.
MfG
NoMad

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in ITS Tagebuch, Security
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